Büttpalast - Der Funke springt über

Büttpalast - Der Funke springt über

Büttpalast begeistert: The Voice of Dottland

Karneval heißt, Geschichten zu erzählen – so steht es auf den roten T-Shirts des Täötenclubs. Mit seinem Büttpalast hat der eine fröhliche Geschichte präsentiert: das Märchen vom lebendigen Dettener Karneval – Happy End inklusive.

Während Showmaster Dieter Bohlen noch immer nach einem neuen Super- talent sucht, hat Dottland seine närrischen Talente schon gefunden: Samstagabend beim „Büttpalast – Die Live-Spinnerei“ im Lichthof von Stroetmanns Fabrik, als acht lokale Akteure ins Rennen gingen.

Publikum entscheidet

Mit den großen TV-Talentshows hatte der Büttpalast dennoch einiges gemeinsam: Den Moderator, Micha Wietkamp, der souverän durch den Abend führte, obwohl er selbst gern aufgetreten wäre. Die Jury (Täötenclub-Prinz Tim I. Neumann, KGE-Wagenbau-Chefin Elke Riewe-Linnemann und Stadtprinz Christoph III. Hemesath), die am Ende aber nur Empfehlungen aussprachen. Denn die Entscheidung, welcher Newcomer das größte Talent birgt, die lag beim Publikum.

Das hatte am Ende einen klaren Favoriten: Das „Duo Bali“ – Lisa Klähn und Basti Scholtyssek von den Westumern – mit ihrem Schlager-Medley, an dessen Ende die Lokalhymne „Meine kleine Welt“ von Walter Zurbrügg stand. Die hatten sie mit Zurbüggs Hilfe zuvor in dessen Studio eingesungen und vertont. Zugabe-Forderungen und begeisterte Pfiffe wollten nicht enden.

Jubel im Publikum

Aufs Siegertreppchen wählten die rund 120 Gäste auch die Garde Hollingen mit ihrem Tanz zu „König der Löwen“ und Dana Döring, die mit ihrer Stimme im Medley aus 90er-Hits und Musicalstücken trumpfte. Und auch wenn die anderen Interpreten nicht auf dem Treppchen standen – Jubel vom Publikum ernteten sie alle: Emily, das Solotanzmariechen des Teupen-Baletts, und Bene Bruch, der kurz, aber knackig über Flugangst berichtete, weil da plötzlich „die Dorfälteste in den Mittelgang gestellt wird und Dir sagt, wo die Schwimmwesten sind“ – im Flugzeug. „Hätten die bei der Titanic Fallschirme gehabt, wäre es auch nicht anders ausgegangen!“

Jury-Mitglied Tim wusste: „Sprechrollen sind mit Abstand das Schwerste!“, aber auch Beate Autermann und Benno Bos aus Sinningen kamen als „Die Geizens“ ihren Originalen verdammt nah. Die beiden strebten neckisch auf der Bühne ihrer Silberhochzeit entgegen. Ganz so, wie Willi und Bertha, die sie bereits hinter sich haben. „Hier steht die nächste Generation“, erklärte da Moderator Micha Wietkamp.

Luis Liebeserklärung

Eine Reise zum Broadway unternahm die Aktivengarde des Teupen-Baletts, und Lui Kattenbeck schmetterte mit „Josepha“ eine Liebeserklärung ins Mikro. Der bekam dafür auch prompt eine Rose von Elke Riewe-Linnemann, die flehte: „Mach einfach weiter“. 

Sie erklärte später, einen Dieter Bohlen brauchte es in dieser Show auch gar nicht. Denn nicht einmal der hätte hier etwas zum Meckern gefunden.

(Text: Marcel Schlüter, Emsdettener Volkszeitung)
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